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News-ID: 6263 Montag, 08. Januar 2018, ca. 09:30 Uhr
Lüneburg / Niedersachsen
Prozessauftakt: Mordversuch auf Autohändler aus Wietze / 20-Jähriger Täter und 41-Jährige Mittäter müssen sich vor Gericht verantworten / Gekränkte Familienehre als Motiv
 
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Heute beginnt vor der 2. großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg das Verfahren gegen zwei Angeklagte im Alter von 20 und 41 Jahren wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Die Staatsanwaltschaft erhebt folgende Vorwürfe: Der jüngere der beiden Angeklagten, ein zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alter Yezide, habe im Sommer 2017 erfahren, dass zwischen seiner Schwester und dem Geschädigten, einem 47-Jährigen Autohändler aus Wietze, schon seit geraumer Zeit eine Liebesbeziehung bestanden habe. Da er in der Beziehung seiner Schwester mit einem Nicht-Yeziden eine Kränkung der Familienehre gesehen habe, habe er sich entschlossen, den Geschädigten zu töten und so die verletzte Ehre wiederherzustellen. Der damals 40-Jährige ältere Angeklagte, ein gemeinsamer Bekannter des jüngeren Mitangeklagten und des Geschädigten, habe sich bereit erklärt, für die Tötung eine scharfe Schusswaffe zur Verfügung zu stellen; ihn hat die Staatsanwaltschaft deshalb als Mittäter angeklagt. Am Abend des 23. Juli 2017 habe der 19-Jährige den Geschädigten im Verkaufsgeschäft seines Autohandels in Wietze aufgesucht, um mit ihm zunächst ein scheinbar friedliches Gespräch zu führen. Während sich der Geschädigte in Sicherheit gewiegt habe, habe der 19_jährige die durch den 40-Jährigen zuvor neben der Eingangstür bereitgelegte Schusswaffe ergriffen und den Geschädigten unvermittelt aus etwa einem Meter Entfernung in die Brust geschossen, woraufhin dieser zusammengebrochen sei. Nachdem er bemerkt habe, dass der Geschädigte noch lebte, habe er diesem die Waffe an den Kopf gehalten und mehrfach abgedrückt, wobei sich jedoch kein Schuss mehr gelöst habe. Als es dem Geschädigten gelungen sei, trotz seiner lebensgefährlichen Verletzung aufzustehen, sei der Angeklagte geflüchtet.

Unsere Bilder und O-Töne:

  • Bilder aus dem Gerichtssaal, leere Stuhlreihen
  • Anklagebank und Bank der Staatsanwaltschaft (div. Einstellungen)
  • Anwälte besprechen sich, Akten auf den Tischen
  • beide Angeklagten werden mit Handschellen in den Saal geführt
  • close Aufschließen der Handschellen
  • Einlass des Gerichts
  • weitere Pressevertreter vor Ort
  • weitere Schnittbilder
  • O-Ton von Dr. Stefan Andreas Stodolkowitz – (Pressesprecher Landgericht Lüneburg) – sinngemäß: …ausführlich zum Prozess, wie oben im Text…
  
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