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News-ID: 5703 Donnerstag, 11. Juni 2015, ca. 11:00 Uhr
Hannover / Niedersachsen
Haftbefehl wegen Totschlags gegen Todesschützen aus Hannover erlassen – Staatsanwaltschaft zweifelt an Notwehrsituation
Oberstaatsanwalt Klinge zu den neuen Entwicklungen
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Wie wir bereits am Dienstag ausführlich berichtet haben (siehe unsere News-ID 5702) ist gegen den Todesschützen, der in der Nacht zum Dienstag einen mutmaßlichen 18-Jährigen Einbrecher aus Notwehr erschossen haben will, Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Der Beschuldigte Bassam A. (40) befindet sich seit Mittwochabend in Untersuchungshaft. Nach Obduktion und den bisherigen polizeilichen Ermittlungsergebnissen ist die Notwehrsituation für die Staatsanwaltschaft Hannover mehr als zweifelhaft. Er habe sich auch in Widersprüche verwickelt.

 

Der  Anwalt des Beschuldigten spricht jedoch weiterhin von einer Notwehrsituation in der sein Mandat sich befunden hat. Zu der Frage, ob der Schuss den 18-Jährigen von vorn oder hinten getroffen hat, äußerten sich weder sein Anwalt oder die Ermittlungsbehörden. Diese Antwort kann entscheidend sein, ob es sich tatsächlich um Notwehr gehandelt hat oder nicht. Der Beschuldigte Bassam A. ist nach bisherigen Ermittlungen Legal im Besitz der Tatwaffe. Die Polizei sucht weiterhin dringend nach Zeugen, insbesondere die zwei mutmaßlichen Komplizen des verstorbenen Einbrechers, der hier in Deutschland keinen Wohnsitz gehabt hat. Anhand von gültigen Ausweispapieren, die er bei sich trug, konnte er identifiziert werden. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge erklärt uns im Kurzinterview den bisherigen Stand der Ermittlungen und die Frage, wann eine Notwehrsituation tatsächlich eintrifft.

Unsere Bilder und O-Töne:

  • Außenansichten Staatsanwaltschaft Hannover
  • Schild „Staatsanwaltschaft“ (close)
  • Antextbilder mit Thomas Klinge
  • O-Ton von Thomas Klinge (Oberstaatsanwalt Hannover) – sinngemäß: ...die bisherigen Ermittlungen haben dazu geführt, dass es doch zu viele Widersprüche gegeben hat, so dass wir nicht mehr von einer Notwehrsituation ausgehen können…die Staatsanwaltschaft hat deshalb Haftantrag wegen Totschlags beantragt… der Beschuldigte wurde noch gestern dem Haftrichter vorgeführt...(erläutert, was der Beschuldigte zum Tathergang bisher ausgesagt hat, bekräftigt nochmal die Widersprüche)....für eine Notwehrsituation spräche z.B. dass es sich um einen gegenwärtiger Angriff handelt, dürfen nicht auf der Flucht sein,, Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein...die Notwehrsituation ist kompliziert und komplex… es gibt Vorschriften die beachtet werden müssen...und waren in diesem Fall nicht gegeben...bei Totschlag kann eine Haftstrafe bis zu 15 Jahren oder gar lebenslänglich verhängt werden, je nach Schwere....suchen weiter dringend nach den beiden mutmaßlichen Komplizen Zeugen..das Gericht hat jederzeit zu prüfen, ob ein  Haftbefehl auszusetzen ist...zum Beispiel aufgrund von Fluchtgefahr...deshalb wurde der Haftbefehl auch vollstreckt…
  
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