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News-ID: 5888 Mittwoch, 27. April 2016, ca. 14:30 Uhr
Hannover / Niedersachsen
Polizei beendet Protestdauercamp der Sudanesen: Räumung wird nun abgeschlossen
Diskussion und Verwirrung um die Rechtmäßigkeit der Polizeiaktion / Sympathisanten liefern sich kleinere Rangeleien mit der Polizei

Nach fast zwei Jahren wurde das Protestcamp, der nicht anerkannten sudanesischen Flüchtlinge am Dienstagabend durch eine scheinbar koordinierte Polizeiaktion aufgelöst und die Zelte zum großen Teil eingerissen. Zum Zeitpunkt der Aktion fanden im Pavillon zwischen den Flüchtlingen und Organisatoren, Gespräche mit dem Bezirksbürgermeister über die Zukunft des Protestcamps statt, die in der Öffentlichkeit zunehmend kritisiert wurde. Zu Zwischenfällen kam es nicht, aber es wurde vor Ort über die Rechtmäßigkeit der Polizeiaktion diskutiert, die aber von OB Schostok mitgetragen wird, da es in der Vergangenheit wiederholt zu Verstößen der Auflagen dieser Dauerdemonstration gekommen sein soll und es sich bei dem Weißekreutzplatz um städtisches Gelände handelt. Am heutigen Mittwoch wollen die ehemaligen Besetzer  die Reste des Camps wegräumen und auflösen.


Unter Polizeischutz haben Mitarbeiter der Müllabfuhr am Nachmittag die restliche Räumung vorgenommen. Vereinzelt haben Demonstranten versucht, die Aktion zu behindern. Es kam zwar zu kleineren Rangeleien mit der Polizei, aber ernsthafte Auseinandersetzungen blieben aus.

Unsere Bilder (Nacht 26.04. und Tag) und O-Töne:

  • div. Einstellungen des Camps am Weißekreutzplatz
  • viele Polizeifahrzeuge und Polizisten vor Ort
  • Sympathisanten und Polizei stehen sich gegenüber
  • Sympathisanten äußern teilweise lautstark in ihren Unmut über die Aktion
  • offenbar vereinzelter Flüchtlinge (Sudanese) schaut sich das Treiben an, tippt in sein Handy
  • Absperrmaßnahmen der Polizei, Flatterband um das Camp
  • Polizei durchsucht Zelte mit Taschenlampen, reißt diese zum Teil ein
  • weitere Schnittbilder

 

Tagbilder vom Mittwoch:

 

  • kleine Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei
  • Mitarbeiter der Müllabfuhr bauen Zelte ab, werden in Container gebracht
  • div. Einstellungen des abgesperrten ehemaligen Camp-Bereiches
  • Polizeipräsenz vor Ort (div. Einstellungen)
  • O-Ton von Sigmar Walbrecht (Vertreter vom Flüchtlingsrat) – sinngemäß: …jetzt geht es darum…zu diskutieren…einen Demonstration die heute angemeldet wurde endet hier…fatales Zeichen…Asylgesetze werden verschärft…gleichzeitig ein Zugeständnis an die AfD und Pegida…das Camp hatte zu Beginn viel Verständnis gehabt…in der Hinsicht ein Erfolg und umso tragischer , dass es jetzt so beendet würden ist…müssen sehen, was die Camp-Aktivitäten entscheiden, wollen nicht selbst räumen…Mahnmal soll errichtet werden…
  • O-Töne von Hamed Elfrmgeri (Sprecher der Sudanesen) – sinngemäß… sind sehr traurig… da könnte man fast resignieren… wollen aber nicht aufgeben…
  
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