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News-ID: 6374 Mittwoch, 27. Juni 2018, ca. 00:15 Uhr
Hannover / Niedersachsen
Anti-Terror-Übung in Hannover: 900 Einsatzkräfte proben am Hauptbahnhof verschiedene Szenarien für den Ernstfall
 

Mit einem Schuss (Platzpatrone) begann gestern um 22:50 Uhr in der  Bahnhofshalle Hannover, eine großangelegte  Anti-Terror-Übung der Bundespolizei unter der Beteiligung der Polizeidirektion

Hannover, des Landeskriminalamtes Niedersachsen, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes Hannover sowie mit Unterstützung der Deutschen  Bahn AG begonnen. Insgesamt beteiligten sich rund 900 Einsatzkräfte unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen an dem realitätsnahen Szenario, um  das Vorgehen und Zusammenspiel in den komplexen und lebensbedrohlichen Situationen zu trainieren. In fünf Durchläufen mimten Darsteller aus Reihen der Polizei Terroristen, Bahnreisende und Verletzte bei einem inszenierten Anschlag im Hauptbahnhof.

Unsere Bilder und O-Töne:

TEIL 01:

  • kurze Totale vor dem Hauptbahnhof, Sichtschutz, Absperrungen, etc.
  • diverse Totalen in der Bahnhofsvorhalle vor dem Beginn bei den Vorbereitungen
  • zum Teil als verletzte geschminkte Komparsen treffen ein, bereiten sich vor
  • als Terroristen verkleidete Einsatzkräfte begeben sich zum Startpunkt
  • Presseandrang vor Ort, machen Fotos und Filmaufnahmen
  • mit lauten Schüssen (Platzpatronen), Rauchgas  und Geschrei beginnt  die Übung
  • Terroristen schießen in der Bahnhofshalle um sich, es gibt Tote und Verletzte
  • erste Übung ist beendet, ad hoc Pressekonferenz vor Ort im Bahnhof
  • O-Ton von Dr. Martin Kuhlmann  (Präsident Bundespolizeidirektion Hannover) - sinngemäß: ...   Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist die Festlegung realitätsnaher Übungsszenarien... Wir müssen damit rechnen, das sich jederzeit weitere gefährdungsrelevante Ereignisse bis hin zu einem terroristischen
  • Anschlag ereignen können. Ziel solcher Übungen ist es, die Kollegen auf so ein Szenario bestmöglich vorzubereiten und die Einsatzkonzepte so zu optimieren, dass im Falle eines Anschlages Schlimmeres
  • verhindert werden kann…
  • O-Ton von Volker Kluwe  (Polizeipräsident Hannover) - sinngemäß: ...wir üben ein Szenario, von dem wir alle hoffen, dass es nie Realität werden wird…wir sind aber in Deutschland immer noch von einer abstrakten Bedrohung durch Islamisten ausgesetzt...haben uns mit den verschiedenen Schnittstellen von Einsatzkräften…gehen davon aus, dass alle heute nicht klappt, aber werden alles gründlich nachbereiten…wichtige ist, dass wir als Landespolizei an dieser Übung teilzunehmen…besonders das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Behörden und Einsatzkräften üben zu können…Danke schön, dass wir mitmachen können…lange darauf vorbereitet..
  • O-Ton von Peter Jördening (Leiter Bundespolizeiinspektion Hannover) - sinngemäß: ...wir sind mit einem Phänomen konfrontiert, wo wir mit Worten nicht weiterkommen...deshalb üben wir heute diesen Ernstfall…unsere Polizisten sind gefordert, gerade die, die als erste an so einer Einsatzstelle antreffen…erläutert den alltäglichen Ablauf der Beamten, wie wichtig solche realistischen Übungen sind…
  • weitere Aufnahmen aus dem Bahnhof, zum Teil mit Sichtschutz abgetrennte Bereiche
  • weitere Übung auf dem Gleis wird gestartet
  • Fahrgäste und Passanten dazwischen unterwegs, gucken zum Teil verdutzt
  • Vox-Pops – sinngemäß: …finde ich gut, dass man sich darauf vorbereitet…(1)…Sorgen macht mir das nicht…finde ich gut, dass solche realistischen Übungen stattfinden…(2)…ungewohnt, war über die Übung informiert…(3)…komisches Gefühl, trotz der Vorwarnung…gut, dass es gemacht wird…(4)…sind entspannt, wurde uns schon im Zug mitgeteilt, deswegen nicht überraschend…
  • weiteres Szenario wird auf einem Gleis oben, Treppenaufgang und Fahrstuhlaufgang geübt
  • weiter Geschrei und lautes Knallen im Hintergrund, verrauche Innenbahnhof

 

TEIL 02:

  • schwerbewaffnete Einsatzkräfte laufen durch den Bahnhof
  • vor dem Bahnhof beginnt weiteres Szenario hinter Sichtschutz
  • Geschrei und Schüsse
  • Großeinsatz an Rettungswagen und Notärzten treffen mit Blaulicht vor dem Hauptbahnhof ein
  • O-Ton von Michael Hintz (Pressesprecher Berufsfeuerwehr Hannover) - sinngemäß: ...wir haben ein Terroranschlag mit einem MANV zwei Einsatzkonzepte die zum Greifen kommt…üben das Zusammenspiel mit der Polizei…wo sind sichere Bereiche..wo werden Patienten übergeben, damit wir Rettungsmaßnahmen einleiten können…Lage wird sondiert…erst, wenn wir sichere Bereiche haben…können wir unseren Einsatz erst beginnen…das wird geübt...
  • Rettungskräfte bereiten sich auf die Aufnahmen von vielen Verletzten vor dem Bahnhof vor, viel Blaulicht
  • verletzte Komparsen werden den Rettungskräften übergeben und realitätsnah behandelt
  • Verletzter wird in Krankenwagen transportiert, verletzte werden am boden behandelt
  • der gesamte Bahnhofsvorplatz ist voll mit Einsatzkräften der Feuerwehr und Rettungsdiensten
  • überall verschiedene Utensilien und Rettungsmittel aufgebaut
  • O-Ton von Michael Hintz (Pressesprecher Berufsfeuerwehr Hannover) - sinngemäß: ...haben vordefinierte Abläufe und Konzepte sowie Alarmierungsszenarien geübt…fahrendes Intensivmobil kam ebenfalls zum Einsatz…solche sind dafür da, die Sinne und Bewusstsein für solche abstrakte Szenarien zu schärfen…passen unsere Konzepte an solche Bedrohungslagen wie Terroranschläge an…erläutert die verschiedenen Stufen der Massenanfall von Verletzten (MANV) 
  
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